Auf deutschen Straßen und Autobahnen sind viele Fahrzeuge unterwegs. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes waren zum 1. Januar 2011 mehr als 50 Millionen Fahrzeuge in Deutschland gemeldet. Ein Halter ist vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, für sein Fahrzeug zumindest eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Darüber hinaus gibt es diverse weitere Versicherungsarten wie zum Beispiel Teil- oder Vollkaskoversicherungen, Personenversicherungen etc., um für den Fall der Fälle geschützt zu sein. Der Markt für Autoversicherungen ist dabei ebenso umfangreich wie stark umkämpft. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (kurz GDV) existieren in Deutschland mehr als 100 Millionen Versicherungen im Bereich Verkehr und Fahrzeug.
Da Haftpflichtversicherungen gesetzlich vorgeschrieben sind, ähneln sich die Versicherungsleistungen vom Zuschnitt her. Das gilt jedoch nicht für die Beitragszahlungen, die sich zum Teil ganz erheblich voneinander unterscheiden können. Das hat unter anderem ein Vergleich von mehr als 150 Tarifen durch die Stiftung Warentest im Oktober 2010 gezeigt. Bei mehr oder weniger identischen Leistungen haben sich die Beiträge bei sechs fingierten Modellkunden zum Teil um mehrere Hundert Euro unterschieden. Besonders auffällig war dabei der konstruierte Fall eines 19-jährigen Auszubildenden, der für eine Haftpflichtversicherung seines alten Fords beim günstigsten Anbieter circa 1.300 Euro, beim teuersten mehr als 4.500 Euro pro Jahr hätte zahlen müssen. Ähnlich sehen die Unterschiede auch bei anderen Versicherungsarten wie zum Beispiel der Vollkaskoversicherung aus. Die Ergebnisse können auf der Homepage der Stiftung aufgerufen werden.
Bei der Berechnung der Versicherungskonditionen spielen diverse variable Faktoren eine entscheidende Rolle. So werden zum Beispiel das Alter und die Fahrerfahrung des Fahrzeughalters berücksichtigt, aber auch das Alter und die bisherige Kilometerleistung des Fahrzeugs etc. In der Regel verfügen die Versicherungsanbieter über einen mehr oder weniger großen Spielraum bei der Preisgestaltung, sodass sich ein genauer Vergleich mehrerer Anbieter in jedem Fall lohnen kann. Statt mühselig die einzelnen Anbieter anzurufen und um Angebote zu bitten, hat der Verbraucher auch die Möglichkeit eines Online-Vergleichs. Nur so erfährt man, welche Autoversicherung die beste für einen ist. Im Internet stehen hierfür diverse Vergleichsrechner wie zum Beispiel finanzkraft.de, autoversicherung-online.info oder autoversicherungsvergleich.geld.de zur Verfügung. Der Interessent muss hier lediglich die wesentlichen Parameter in die Masken eingeben und schon werden die Preise und Konditionen mehrerer Anbieter gelistet. Nachdem eine Vorauswahl möglicher Anbieter getroffen wurde, kann es sich lohnen, direkt mit den Versicherungsmaklern zu verhandeln. In vielen Fällen lassen sich deutlich bessere Konditionen erreichen, als sie im Standardpaket enthalten gewesen wären.






