Wilhelmshavener Zeitung, 1. April 2009
In viel größerem Umfeld präsentieren
Alternativmediziner ziehen um

Der Deutsche Kongress für Komplementärmedizin (DKfK) wird ab sofort nicht mehr im Schortenser Bürgerhaus stattfinden. Wie die „Forum Medizin Verlagsgesellschaft“ als Ausrichter per E-Mail mitteilte, werde die Fachversammlung vom 18. Bis 20. September in Hannover organisiert. Die „bundesweit renommierte Fachversammlung zog seit 1997 alljährlich einige Hundert Aussteller und Besucher zunächst nach Wilhelmshaven und in den letzten Jahren ununterbrochen nach Schortens. Ab diesem Jahr stellt die Kongressleitung die Kooperation mit der Stadt ein. Als Grund dafür wird die mangelnde Unterstützung von Seiten der Politik angegeben“.

Auf Nachfrage bestätigte Gunda Schwarz als Organisatorin die Umzugspläne. Als Gründe gab sie an, dass sie im Bürgerhaus Schortens die Nachfrage der Aussteller nicht mehr habe befriedigen können. Zum anderen sei das Interesse der Besucher sowie der Politiker zurück gegangen. In Hannover könnten sich die Deutsche Gesellschaft für Hyperthermie (DGHT) sowie die Forschungsförderungs-gesellschaft für Komplementärmedizin (FoFöG) neben naturheilkundlichen auch mit schulmedizinischen Ausstellern präsentieren. Auf der Homepage der DKfK erfährt der Leser, dass sich die Gesellschaft vorgenommen habe, sich in eine größere Aktion einzubringen, weil man sich so einem größeren Publikum präsentieren könne. Der Kongress „In Zukunft gemeinsam“ ist eine Kooperations-veranstaltung von Berufsgruppen, Institutionen und Fachverbänden.

Dr. Prof. med. Holger Wehner, der hinter den beiden Gesellschaften steht, die ihren Sitz in Wilhelmshaven haben, betont, dass der Dialog zwischen den unterschiedlichen medizinischen Ansätzen wichtig sei. Der zentrale Kongress eröffne die Chance, die Kräfte zu bündeln.

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